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Wildschwein

Das Wildschwein (Sus Scrofa) gehört zur Familie der altweltlichen oder echten Schweine (Suidae) aus der Ordnung der Paarhufer. Wildschweine sind Allesfresser und sehr anpassungsfähig, in Mitteleuropa nehmen sie vor allem durch den verstärkten Anbau von Mais derzeit stark zu und wandern verstärkt in besiedelte Bereiche ein.

 

Das Wildschwein ist die Stammform des Hausschweines. Das männliche Wildschwein heißt Keiler, das weibliche Bache, die Jungen Frischlinge. Das Verbreitungsgebiet der Art reicht von Westeuropa bis Südost-Asien, durch Einbürgerungen in Nord- und Südamerika, Australien sowie auf zahlreichen Inseln ist es heute fast weltbreit verbreitet.

 

  • Bestandstrend:        deutliche Zunahme
  • Gewicht:                  männlich 60 - 153 Kg

                                        weiblich  45 - 128 Kg

  • Kopf-Rumpf-Länge: männlich 139 - 178 cm

                                        weiblich  131 - 167 cm

  • Schulterhöhe:          männlich 75 - 115 cm

                                        weiblich 60 - 105 cm

  • Anzahl Junge:          3 - 8 Frischlinge
  • Paarungszeit:           meist November - Januar,

                                        aber im Unterschied zu anderen Huftieren  

                                        ganzjährig fortpflanzungsfähig.

  • Setzzeit:                   in der Regel Februar - April, aber auch 

                                        ganzjährig.

 

  • Lebensweise:           natürlicherweise Tagaktiv, aber durch

                                        menschliche Verfolgung heute überwiegend

                                        nachtaktiv, lebt in Rotten unter Führung

                                        einer alten Bache (Matriachat),

                                        adulte Keiler leben i.d.R. solitär.

  • Lebensraum:            Kulturland, wald, dringt zunehmend in den

                                        menschlichen Siedlungsbereich.

  • Nahrung:                 Allesfresser, aber vorwiegend pflanzlich.

 

Das Wildschwein, aufgrund seiner dunklen Färbung auch als Schwarzwild bezeichnet, ist die Stammform aller Hausschweinrassen. Kreuzungen zwischen Wild- und Hausschwein ergeben fruchtbare Nachkommen. Der anpassungsfähige und intelligente Allesfresser ist seit altersher als Verursacher von Wildschäden in der Landwirtschaft berüchtigt. Wildschweine besiedeln nahezu alle Gebiete außer der Wüste und dem Hochgebirge (>60 cm Dauerschneedecke).

 

Als Kulturfolger dringt es in jüngster Zeit verstärkt auch in den städtischen Bereichen vor (z.B. Großraum Stuttgert). Der Schwarzwildbestand hat in den letzten Jahrzehnten erheblich zugenommen - nicht nur bei uns, sondern europaweit. In Schleswig - Holstein hat sich die Zahl der erlegten Wildschweine (Jagdstrecke) innerhalb der letzten 60 Jahre etwa verhundertfacht. Entscheidend für das Populationswachstum sind milde Winter und die Verbesserung des Nahrungsangebots, z.B. Zunahme des Maisanbaus in der Landwirtschaft, häufigere Eichel- und Buchenmast im Wald aufgrund von Immissionsschäden ("Notfruktifikation").

 

Ein nicht unbedeutender Teil der Bestandszunahme ist aber auch darauf zurückzuführen, dass diese Wildart sich Lebensräume zurückerobert hat, in denen sie in vorausgegangenen Jahrhunderten durch erbarmungslose Verfolgung nahezu oder vollständig ausgerottet wurde. 

 

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